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Artikel aus dem Esoterikmagazin

„Wegweiser“, Ausgabe 1/98

  Therapeutisches Yoga Von Körper bis Seele

 

Yoga - ein Jahrtausende altes, indisches System von Atem-, Körper- und Bewusstseinsübungen mit dem Ziel, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Die starke, die Selbstheilungs­kräfte des Menschen anregende Wirkung dieser Übungen ist hinreichend belegt und seit jeher bekannt. Ein Grund, warum sich Yoga auch im Westen immer größerer Beliebtheit erfreut.

 
 Wenn man heute von Yoga spricht, denken viele Menschen im Westen an mehr oder weniger eindrucksvolle Körperverrenkungen, an Körper­übungen wie Lotussitz, Kopfstand oder Dreh­sitz. Doch Yoga in seiner Vielfalt an Richtungen und Stilen innerhalb der Richtungen umfasst den Menschen auf viel ganzheit­licher Sicht als meist bekannt. Es gibt Yoga-Richtungen, die über Körperübungen eine Harmonisierung des Körpers und den Ausgleich von Ha (Sonne) und Tha (Mond) anstreben (Hatha-Yoga). Andere arbeiten auf der philosophischen Ebene, wie z.B. das Jnana-Yoga. Wieder andere arbeiten über Töne und Tonklang der Stimme, wie etwa das Nada-Yoga und das daraus abgeleitete Nada-Brahma-Therapie­system nach Mukunda. Und wieder andere Richtungen arbeiten mit der inneren Bewusstseinsschulung, wie etwa das trans­formative Yoga Nidra.

 

Therapeutisches Yoga - Aktivierung der Selbstheilung

In den letzten Jahren gewinnt thera­peutisches Yoga zunehmend an Interesse. In der Tat bietet Yoga ein weites Feld therapeutischer Anwen­dungsmöglichkeiten, die häufig auf der Suche nach spiritueller Verwirkli­chung unbeachtet blieben. Therapeutisches Yoga benutzt Elemente aus verschiedenen Yoga-Stilen, um eine größtmögliche Effizienz in der Aktivierung der Selbst­heilungskräfte im Menschen zu erreichen. Überhaupt ist die Akti­vierung des Teiles im Men­schen, der die Selbstheilungskraft regelt, Schwerpunkt in der Yoga-Therapie.

 

Reinigen, Harmonisieren, Stärken

Therapeutisches Yoga arbeitet auf verschiedenen Ebenen mit den Grundprinzipien „Reinigen, Harmo­nisieren, Stärken“.

 

Stellen Sie sich vor, der Mensch ist ein körperenergetisches System, in dem Informationen oder Energie (Sanskrit: Prana) durch Kanäle oder Schläuche (Sanskrit: Nadis) fließen kann. Ein System, in das Energie ein- und ausfließen kann. Je harmo­nischer die Energie fließt, je kla­rer und kräftiger sie ist, umso gesünder reagiert ein solches Körpersystem.

 

Treten Blockaden im Fluss dieser Energie auf, so entsteht ein Ungleichgewicht. Die Energie oder die Lebenskraft staut sich, ist an einer Stelle zu viel, an anderer zu wenig vorhanden. Sie beginnt, ähnlich wie Wasser, das zu lange steht, abgestanden und schal zu werden. An diesem Punkt nutzt der Yoga-Therapeut Reinigungs­übungen, um abgestandene Energie abfließen zu lassen. Vielleicht kennen Sie den Zustand, in dem Sie mehr schlafen möchten, weil Sie sich müde fühlen, nur um sich nach dem Schlafen noch müder zu fühlen. In der Yoga-Therapie ist dies ein deutliches Zeichen von „innerer Vergiftung“. Durch Übungen der Reinigung und anschließende Stärkungsübungen kann das gestörte Körpersystem wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

 

Ist an einer Stelle wiederum zu viel Energie, so ist das als ob Sie die Hand über eine Kerze hal­ten. Zu viel Energie zur falschen Zeit am falschen Ort. Hier werden Harmoni­sierungsübungen eingesetzt, um die Energie gleichmäßig über den Körper zu verteilen.

 

Ist in einem Körpersystem zu wenig Energie vorhanden, sodass äußere Einflüsse - seien sie physischer oder psychischer Art - unkontrolliert eindringen können (Hypersensitivi­tät), so werden Stärkungsübungen benutzt; Übungen, die das Körper­system kräftigen und mit mehr Lebenskraft und Energie versorgen.

 

Der Yoga-Therapeut erkennt, wann ein Körpersystem der Reinigung, wann der Stärkung und wann der Harmonisierung bedarf und ist in der Lage, körperenergetische Übungen diesen drei Bereichen zuzuordnen und mit ihnen auf den verschiedenen Ebenen von Körper bis Seele zu arbeiten.

 

 

Körperliche Ebene

Auf der körperlichen Ebene werden Muskeln und Organe systematisch durch Körperübungen so bewegt und massiert, dass der Abtransport von Schlacken und die Zufuhr von Nährstoffen optimiert wird. Muskeln und Organe können sich dabei, zusammengepresst wie ein Schwamm, von altem, verbrauchtem entleeren, und im entspannten Zustand, genau wie ein Schwamm, mit neuen, kraftspendenden Substanzen füllen. Bewusste Atem­übungen und Atemlenkung unter­stützen diesen Vorgang zusätzlich durch verstärkte Zufuhr von Prana und Sauerstoff.

 

Energetische Ebene

Auf der energetischen Ebene geht das therapeutische Yoga davon aus, dass Prana im feinstofflichen Körper auf den Nadis durch den Körper fließt und ihn über dieser Kanäle mit Lebensenergie versorgt. Blockaden, die in diesem Energiefluss entste­hen, werden durch Prana­yama (Atemschulung), Bewegung und Bewusstseinsschulung (Prana-Lenkung) gelöst.

 

Emotionale Ebene

Auf der emotionalen Ebene hat sich besonders der Ansatz aus der Nada-Brahma-Therapie nach Mukunda bewährt. Hier werden emotionale Blockaden durch Ton, Rhythmus und Stimm­klangübungen gelöst. Eine Technik, die auf dem alten Wissen der Nada-Yogis beruht.

 

Grundschwingung

In der Nada-Brahma-Therapie erhält der Grundton eines Menschen eine große Bedeutung. Diese Grund­schwingung ist sozusagen das Zuhause, zu dem die Stimme immer wieder zurück­kehrt. Durch die Bestimmung des Grundtones lassen sich Persönlichkeitsmerkmale eines Men­schen erkennen (Persönlich­keitsanalyse), Stärken und Schwächen finden, und das ureigene Potenzial eines Menschen fördern. Es lassen sich harmonische und disharmonische Beziehun­gen voraussagen. Vielleicht kennen Sie auch jemanden, dessen Stimme Sie „nicht hören kön­nen“ oder jemand, bei dessen Stimme Sie einfach ein angenehmes Gefühl verspüren. Ein direktes Beispiel der Auswirkungen von Tonhöhe und Stimmklang auf Ihr emotionales System.

Durch das Arbeiten mit dem Grund­ton gelingt es im therapeutischen Yoga, den Menschen in einen Schwingungszustand zu bringen, in dem die Selbstheilungskräfte des Körpers besonders deutlich aktiviert werden können. Dieser individuelle Grundton eines Menschen ist durch einen erfahrenen Yoga-Therapeuten bestimmbar und kann in Kombina­tion mit Bewusstseinsübungen eingesetzt werden, um den Selbst­heilungs­prozess in Gang zu bringen, den Emotionalkörper zu harmonisieren und zu reinigen, aber auch um herkömmliche Medikamente effekti­ver wirken zu lassen.

 

 

Geistig-seelische Ebene

Transformatives Yoga Nidra

Auf der geistig-seelischen Ebene vermag der therapeutische Yoga­ansatz durch das transforma­tive Yoga Nidra einen direkten Zugang zu sonst oft ungenutzten Ebenen der Wahrnehmung und des Seins zu öffnen. Hierbei kann der Patient lernen, in einem Zustand tiefer, inne­rer Ruhe sel­ber Einfluss auf die Selbstheilungskraft zu nehmen. In diesem Zustand lernt der Patient, bewusst auf einer Ebene zu handeln, die den Alpha-Schwingun­gen des Gehirns ähnelt und es ermög­licht, den Zustand der Trans­formation von Glaubenssätzen und Verhalten zu erleben. Es öffnen sich Räume für neues Verhalten; der Kontakt zum inneren Selbst wird gestärkt; der eigene Lebensweg, die Lebensaufgabe wird erlebbar und öffnet somit Möglichkeiten, neue Wege zu finden, harmonisch im Alltag zu leben.

 

Von Körper bis Seele

Der Ansatz des therapeutischen Yogas ermöglicht uns, auf allen Ebenen - von Körper bis Seele - aktiv an der Selbstheilung und Gesundung zu arbeiten. Ein therapeutisches Werkzeug von unschätzbarem Wert, sowohl in der therapeutischen Praxis als auch im Umgang mit sich selbst. Ein Weg, der Einheit (Yoga) und Harmonie im Leben selbst-bewusst erlebbar macht und zu deutlich wahrnehm­baren Veränderungen des Gesund­heitszustandes und des Allgemein­befin­dens führt.

 

 Thiemo Zeppernick

Institut für Yoga und Gesundheit Köln
 

 

 

 


Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 2./3.12.2000

 

 

 Schöne Schwingungen

 

Verinnerlichung, Disziplin und ein neues Körpergefühl – mit Yoga-Übungen suchen längst nicht mehr nur Esoterik-Jünger Abstand vom hektischen Alltag. Ein Ziel, zu dem ganz verschiedene Wege führen. Oliver Cech hat einen Kundalini-Yoga-Kurs besucht.

 
„Ong Na-mo Gu-ru Dev Na-mo“, summt der Mann am Ende des Zimmers. Silbe für Silbe, denn jede von ihnen ist heilig. „Ong Na-mo Gu-ru Dev Na-mo“, summen wir ihm nach, die Augen geschlossen, den Blick nach innen gewendet. Mit diesen Worten stimmen wir uns ein auf unseren „inneren Lehrer“. Nicht ganz leicht, dabei das Zucken der Mundwinkel im Zaum zu halten – gerade für den, der zum ersten Mal ein Mantra singt. „Ja, am Anfang hat mich dieses Singen befremdet. Aber dann spürte ich allmählich die physi­sche Wirkung“, erzählt eine Frau aus der Gruppe nach Abschluss der Übungen: „Man kann tatsächlich die Schädeldecke zum Vibrieren bringen!“

Susanne Weber arbeitet in einer Nachrichtenagentur. Ein Beruf, der sie immer wieder extremem Zeitdruck aussetzt. Mit ausgiebigem Sport, vor allem durch Ausdauertraining, hat sie sich über Jahre hinweg ein Ventil verschafft. Damit war zunächst einmal Schluss, als sie schwanger wurde. Um sich beweglich zu halten, versuchte sie ihr Glück mit Kundalini-Yoga – einem Yoga-Stil, der in den sechziger Jahren in den Westen kam und sich gegenüber dem klassischen Hatha-Yoga vor allem durch dynami­schere Körperübungen auszeichnet.

 

„Das Spirituelle ist mir wurscht“, sagt Susanne Weber geradeheraus. „Zunächst fand ich es einfach toll, dass ich während meiner Schwanger­schaft weiter arbeiten konnte wie sonst!“ Doch auch danach hat sie am Yoga festgehalten, und sogar den anfangs belächelten Mantras kann sie mittlerweile etwas abgewinnen. Denn von ihrer Symbolik abgesehen, stimu­lieren die Lautverbindungen dieser Silbengesänge bestimmte Meridian­punkte am Gaumen und versetzen über physiologische Vibrationen den Schädel, zuweilen den ganzen Körper in angenehme Schwingungen. „Mit der Zeit bekommst du eine ganz andere Körperlichkeit, die auf das Bewusstsein zurückwirkt“, berichtet Susanne Weber.

 

Natürlich kann man Yoga auch einfach als Entspannungssport betrei­ben. „Die Frage ist nur, wie hältst du das durch?“ meint Thiemo Zeppernick, der Leiter des Kölner „Instituts für Yoga und Gesundheit“. Die Sorge mancher Yoga-Puristen um eine Einengung der Lehre mag er nicht teilen. „Wenn man Yoga eine Weile ausübt, egal mit welchem Ziel, wird man merken, dass man sich verändert. Einfach deshalb, weil man in einen Kontakt zu sich selbst tritt. Was man mit diesem Erlebnis dann anfängt, ob man die frei werdende Energie für seinen Beruf einsetzt oder an seiner spirituellen Entwicklung arbeiten will, das bleibt jedem selbst überlassen.“

 

Das ein immer gleiche Yoga gibt es ohnehin nicht. Wer meint, Yoga bestehe aus einer Kombination von „Asanas“, Körperübungen, die viel Beweglichkeit, aber wenig Kraftein­satz und Grundschnelligkeit erfordern – der irrt zwar nicht, aber er meint eben ausschließlich Hatha-Yoga. Dieser im Westen populärste Yoga-Stil geht zurück auf einen Yogi des 16. Jahrhunderts, der in seiner Yoga-Anleitung 84 Übungen mit so plasti­schen Titeln wie „Das Kuhgesicht“ oder „Baum im Wind“ beschrieben hat. „Viele Leute, die zu uns kommen, wollen zunächst diesen Stil“, bestätigt Zeppernick. „Sie haben keine Lust zu schwitzen, sondern suchen eher ruhige, konzentrierte Bewegungsab­läufe. Andere wollen das exakte Gegenteil, brauchen Dynamik und einen Ansporn, um verloren gegan­gene Energie neu aufzubauen.“

 

Auch dies ist Yoga: Kundalini-Yoga nämlich. Dessen Übungsformen beru­hen auf der Annahme Zehntausender feinster Energiekanäle, die den menschlichen Körper durchziehen (Ähnlich dem chinesischen System der Meridiane, aus dem die Techniken der Akupunktur und Akupressur hervorgegangen sind). An sieben Stellen entlang der Rumpfachse, angefangen vom Scheitel über Herz und Nabel bis hinab zum unteren Ende der Wirbelsäule, liegen so genannte Chakras, wörtlich übersetzt „Räder“. Nach der überlieferten Vorstellung verteilen diese Schalt­stellen, indem sie sich drehen, Lebensenergie über den Körper: das „Prana“.

 

Stehen die Energieräder dagegen still, oder braucht ein Mensch mehr Ener­gie, als seine Chakras verteilen, kommt es zu Blockaden. Körperliche und seelische Krankheiten, auch Erschöpfungszustände, können die Folge sein. Die Übungsreihen des Kundalini-Yoga stimulieren gezielt jeweils ein bestimmtes Chakra zu erhöhter Tätigkeit, sie führen dem Praktizierenden aber auch über die „Feueratmung“ Lebensenergie zu – über eine Atemtechnik, bei der man unter Einsatz der Bauchmuskeln gleichsam durch die Nase hechelt.

„Nicht wenige Leute, die vom Hatha-Yoga kommen, stehen dem Kundalini zunächst ablehnen gegenüber“, berichtet Beate Deissen. Mit Hatha-Übungen hat sie klassisch begonnen, doch mittlerweile ist sie vom Kundalini-Yoga überzeugt: „Man merkt die Wirkung so deutlich. Du gewinnst Abstand, kommst zur Ruhe, es ist wirklich verblüffend effektiv.“ Mittlerweile nimmt Yoga eine bedeu­tende Stellung in ihrem Leben ein. Seit einem organisierten Yoga-Urlaub in den Schweizer Alpen reserviert sie jeden Tag eine Dreiviertelstunde Zeit für ihre Körper- und Atemübungen.

 

Um die Dreißig, mitten im Leben stehend, esoterischen Spekulationen eher abgeneigt: Beate Deissen und Susanne Weber sind typische Kunden des „Instituts für Yoga und Gesundheit“. Selbstständige, Medienleute, Lehrer, Programmierer kommen hierher, „um was für ihren Rücken zu tun oder einen Ruhepunkt in ihrem hektischen Alltag zu finden“, sagt Thiemo Zeppernick. „Wer einen Guru sucht, findet anderswo ein breites Angebot. Um Übrigen wird Yoga mittlerweile kaum mehr als Esoterik wahrgenommen.“ Den Höhe­punkt dieser Entwicklung bildet derzeit das Power-Yoga. Dieser Stil, Anfang der neunziger Jahre in den USA begründet und durch Anhänger wie Madonna zu Medienruhm gelangt, erinnert wegen der Schnelligkeit und Präzision seiner Bewegungsfolgen an Fitnesstraining.

 

Die Berührung mit der Kultur des Westens musste im Yoga Spuren hinterlassen. Aus dem achtstufigen „Königsweg“, dem Raja-Yoga, wie ihn Patanjali vor etwa 2000 Jahren in seinen berühmten Yoga-Sutras fest­gelegt hat, haben vor allem die Körper- und Atemübungen im Westen Anklang gefunden. Zu diesen Elementen des physischen Trainings treten in Patanjalis Lehre Einschrän­kung, Selbstdisziplin, Verinnerlichung, Konzentration und Meditation: Acht Stufen führen den Yogi zum „Samadhi“, dem mystischen Erlebnis des Einsseins. Yoga bedeutet nämlich „Verbinden“, die Vereinigung der individuellen Psyche mit dem alles durchdringenden kosmischen Bewusstsein.

 

Ursprünglich dienten auch die Übungen des Hatha-Yoga sämtlich dem Erreichen dieser letzten Stufe des Raja-Yoga. Zwar tritt das mystische Ziel des Yoga heute zumeist in den Hintergrund – Entspannung suchen die Praktizie­renden, nicht das Erleben kosmischer Einheit. Doch fließen stets auch meditative Elemente in die Bewegungsreihen ein. Am Ende einer Serie von Kundalini-Übungen etwa steht die „Endentspannung“. Behag­lich in Decken gehüllt, wird der Körper in vollständige Ruhe versetzt. Nun lässt man jene Energie frei fließen, die man zuvor durch Stimulation der Chakras aufgebaut hatte. Es entsteht ein Zustand großer Gelöstheit – physiologisch betrachtet, werden die Gehirnströme von Alpha-Wellen dominiert -, vergleichbar dem Übergang in ein Traumgeschehen beim Einschlafen. Die Traumbilder erreichen nun jedoch kein schläfriges, sonder ein Bewusstsein voll wacher Aufmerksamkeit.

 

Wem der eher sportliche Weg des Kundalini-Yoga nach innen nicht liegt, der kann vergleichbare Erfahrungen durch die „Nada-Brahma-Therapie“ gewinnen. Nada, das ist der Klang, und zwar wesentlich der innere Klang, der die gesamte Schöpfung durch­zieht. Diese Einsicht des Nada-Yoga hat der indische Atomphysiker Dr. Vemu Mukunda zu einer modernen Heilkunst weiterentwickelt. Basis seiner Therapie ist der individuelle Grundton, die Grundschwingung eines Menschen, zu der seine Stimme immer wieder zurückkehrt. Dieser Ton lässt sich bestimmen und wird dann zum Ausgangspunkt individueller Atem-, Stimmklang- und Bewusst­seinsübungen.

 

Welcher der Yoga-Stile einem Menschen mit seinen persönlichen Fähigkeiten und Defiziten entspricht, sollte ein Yoga-Lehrer mit dem erfor­derlichen Überblick entscheiden. Ganz unabhängig indes von dem gewählten Weg, auch von der Ziel­setzung des Übenden, bewirkt Yoga auf die Dauer allemal mehr als punktuelle Entspannung. „Diese Erfahrung beim Üben ruft die Einsicht wach: Davon will ich mehr haben. Ganz von selbst folgt dann die Frage: Was kann ich ändern an meinem Lebensalltag?“ sagt Beate Deissen. „Klar, seine Arbeitswelt und deren Belastungen kann der Einzelne kaum beeinflussen. Wohl aber seine Einstellung zu diesen Belastungen. Und dabei hilft Yoga.“

Nada Brahma Therapie

 

 

Atem - Stimme - Klang

 

„Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass Musik im Wesentlichen therapeutisch ist, dass sie die richtigen Proportionen wieder herstellt, die durch die Anfordurngen des Alltags aus dem Gleichwicht geraten. Nichts kann für das Innerste unseres Wesens das leisten, was das Hörbare zu tun vermag.“

Jehudi Menuhin

 

 
Nada Brahma Therapie ist eine von dem indischen Atomphysiker und Therapeuten Dr. Vemu Mukunda entwickelte Heilkunst, die ihre Ursprünge in der Jahrtausende alten Form des Nada Yoga hat. Sie lässt sich einsetzen zur persönlichen Weiterentwicklung, zum Aufdecken schlummernder Potenziale und Fähig­keiten, ebenso wie zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen, von Migräne über Schlaflosigkeit bis hin zu Krebs.

 

Atem-, Stimmklang- und Bewusst­seinsübungen werden individuell eingesetzt, um ein Umfeld zu schaffen, in dem die Selbstheilungs­kräfte des Körpers verstärkt aktiviert, Blockaden beseitigt und Körper und Geist mit neuer Lebensenergie erfüllt werden können.

 

Die individuelle Schwingung

Basis der Nada Brahma Therapie ist der individuelle Grundton, - die Grundschwingung eines Menschen. Dieser Grundton ist sozusagen das Zuhause, zu dem die Stimme immer wieder zurückkehrt, um dort Kraft zu sammeln und Ruhe zu finden. Ein Nada Brahma Therapeut kann ihn bestimmen und nutzen, um die körpereigene Selbstheilungskraft zu aktivieren oder Aspekte der Persön­lichkeit zu kräftigen.

Ähnlich wie in der Musik, können die Grundschwingungen der Stimmen zweier Menschen harmonieren oder vollkommen disharmonisch sein. Vielleicht haben Sie auch schon einmal eine Stimme gehört, die Sie ärgerlich oder ungeduldig werden ließ, und vielleicht kennen Sie auch Stimmen, die bei Ihnen ein angeneh­mes Körpergefühl entstehen lassen. All dies sind direkte Erfahrungen der Auswirkung von Tonhöhen auf Ihr emotionales Energiesystem. Woher kommt es, dass ein Musikstück Sie in eine angenehme Hochstimmung versetzt, jemand anderen jedoch betrübt werden lässt?

Eine Erklärung hierfür liefert der Grundton. Je nachdem, in welchem harmonischen Verhältnis Ihr Ton zur Tonart des Musikstückes steht, werden unterschiedliche emotionale Punkte angeregt, sodass zwei Menschen mit unterschiedlichem Grundton die gleiche Musik völlig unterschiedlich aufnehmen und empfinden.

 

Persönlichkeitsanalyse

Eine Stimme besteht aus einem Grundton und verschiedenen Einflusstönen. Jedem Grundton sind verschiedene Potenziale und Fähig­keiten zugeordnet, die es zu entwickeln gilt, um die eigene Persön­lichkeit zu entfalten. Die Einflusstöne geben dann noch einmal Aufschluss über die verschiedenen Facetten der Persönlichkeit, sodass sich aus den 12 Grundtönen zahlreiche Schattie­rungen bilden können.

Die Persönlichkeitsanalyse nach dem Nada Brahma System erschließt unterdrückte und gelebte Potenziale und kann mit Hilfe der Übungen ruhende Potenziale erwachen lassen und bestehende stärken.

 

Die Therapie

Aufbauend auf dem individuellen Grundton, werden Stimmklang- und Bewusstseinsübungen eingesetzt, um das Energiesystem zu harmonisieren. Hierbei werden durch Tonhöhe und Art der Laute verschiedene Prana-Arten in Bewegung gesetzt. Blockaden im Nadisystem, vergleich­bar dem Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin, werden durch entsprechende Übungen gelöst, und ein erneutes Auftreten durch ein Praktizieren der Basisübungen vermieden.

 

Arbeitet man mit körperlichen Erkran­kungen, wird Prana den entsprechen­den Körperbereichen zugeführt oder entzogen, um so zur Gesundung der Organe beizutragen. Gleiches gilt auch, will man die Wirkung von Medikamenten im Körper verbessern.

 

Der Körper besitzt energetische Punkte, die - aufbauend auf dem Grundton - durch verschiedene Klanghöhen angeregt werden können. Werden diese Punkte angeregt, so entstehen verschiedene emotionale Empfindungen im Menschen. Je nachdem, mit welcher Problematik man arbeitet, werden diese Körper­punkte nacheinander durch so genannte Skalen (Tonleitern) angesteuert, um so einen therapeutischen Effekt zu erzielen.

 

Die Auswirkung von Musik auf das emotionale System des Körpers ist in fast allen Kulturen bekannt; denken Sie einfach an die Marsch- und Trommelmusik, die genutzt wurde, um Soldaten in Kampfstimmung zu versetzen oder geistliche Musik, um Ruhe und Kontemplation zu fördern. Der direkte Zusammenhang von Grundton und therapeutischem Effekt von Klängen und Tonfolgen, durch den die Wirkung von Musik vorher­sehbar wird, ist jedoch weit weniger bekannt, sodass es auch nur wenige Nada Brahma Therapeuten in Europa gibt.

 

Und wenn man gesund ist?

Durch die Arbeit mit dem Grundton erhalten Sie die Möglichkeit, mehr mit der Qualität des eigenen Seins in Kontakt zu treten, die unverfälschte Persönlichkeit stärker hervortreten zu lassen und so das innere Wissen um den individuellen Lebensweg zu vertiefen. Die Stimm- und Klangübun­gen der Nada Brahma Therapie sind äußerst effektiv und haben einen so regenerierenden Effekt, dass 10 Minuten Nada Brahma Stimm- und Klangübungen ausreichen, um die Spannungen des Alltags abzulegen, neue Kraft zu schöpfen und Abstand vom Alltäglichen zu gewinnen.

 

Info: Thiemo Zeppernick / Institut für Yoga und Gesundheit Köln - Tel. 56 99 822

Thiemo Zeppernick ist Yogalehrer und Nada Brahma Therapeut, arbeitet sei 12 Jahren international im Bereich Körper- und Bewusstseinsbildung und leitet Kurse und Ausbildungsgruppen am Institut für Yoga und Gesundheit Köln. Bevor er nach Köln kam, lebte er mehrere Jahre als Mitglied der Findhorn Foundation im Norden von Schottland.

 

 CranioSacrale Therapie

 

 Entspannung für Körper und Seele

 

 

CranioSacrale Therapie ist eine sehr feine Arbeit am Körper mit tiefgehender Wirkung auf unsere Seele. Sie vereint verschiedene holistische Methoden, die zu Wohlbefinden und Selbsterkenntnis beitragen.

 

 
Herzstück der Arbeit ist das Cranio­Sacrale System. Es ist das schützende und nährende physiologi­sche Pulssystem der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit, welches unser Gehirn und Zentralnerven­system umgibt. Seine knöchernen Strukturen (Schädelknochen, Wirbel­säule und Kreuzbein), die Hirnhäute und Duralmembranen bewegen sich synchron zur an- und abschwellenden Zirkulation des Liquors. Von geübten Händen ist der CranioSacrale Rhyth­mus ertastbar, so wie der Herzschlag oder Atem spürbar ist.

 

Durch Untersuchung und Auswertung der CranioSacralen Bewegung werden Einschränkungen der Bewegung sowie ganzkörperliche Zusammenhänge gespürt. Die Einleitung von Ruhepausen (sog. „Stillpoints“) und sanfter, spezifischer Druck oder Zug an Knochen, Membranen und Geweben unter­stützten den Klienten darin, zu entspannen. Die körpereigenen Selbstheilungskräfte werden gestärkt.

 

Durch schmerzhafte körperliche und emotionale Erfahrungen können Disharmonien im CranioSacralen System entstehen. Die traumatische Energie wird im Körpergewebe in „Energiezysten“ eingekapselt. Durch Geschehenlassen von feinen Spontanbewegungen („Unwindings“) löst sich diese Energie aus dem Gewebe und führt zur Selbstheilung.

 

Craniosacrale Therapie findet Anwendung bei:Kopf- und RückenproblemenMigräne, Seh- und Kiefer­gelenksbeschwerdenLernschwierigkeitenSymptomen nach Operationen und Unfällenemotionalem und anderem Stress mit seinen Folge­erscheinungenzum Ausgleichen des autono­men und zentralen Nerven­systems mit seinen Auswir­kungen auf die motorische Koordination, Wahrnehmung und unser Denken.
 

 Artikel aus Freenet.de

Expertenseite “Yoga“

 Yoga und das Licht der Seele (1)

 

 

Was hat Yoga mit Fensterputzen zu tun? Das erfahren Sie hier, denn der Jahrtausende alte indische Übungsweg trainiert nicht nur den Körper, sondern kann auch helfen, das Licht der Seele wieder nach außen strahlen zu lassen.

 

 
Wenn man sich so einige Yogastunden in Fitnesszentren anschaut, könnte man durchaus den Eindruck haben, dass Yoga eigentlich nur eine Form von östlicher Gymnastik ist.

Da wird sich bewegt und geschwitzt und vielleicht auch noch rhythmische Musik dabei gehört. Ist Yoga etwa nur die indische Variante von einem Bauch-Beine-Po-Training?

 

Yoga ist eine Art von Gymnastik, allerdings eine, die im Idealfall die verschiedenen Hüllen des Menschen trainiert. Man könnte auch sagen, es ist ein Übungsweg, der Körper und Geist trainiert.  Durch die verschiedenen Yogastile kann man diesen Übungsweg eher auf der körperlichen Ebene erforschen oder seine Schwerpunkte auf der geistigen Ebene setzen. Im Gegensatz zur Gymnastik ist Yoga nicht auf den körperlichen Bereich begrenzt. Der körperliche Bereich wird trainiert, gepflegt und gesund erhalten, aber das ist nur der Anfang, sozusagen die Basis für all die anderen Ebenen, die auch mit Yogatechniken erreicht werden können.

 

Yoga im ursprünglichen Kontext ist eine spirituelle Technik. Warum wurden die Yogatechniken im spirituellen Bereich so wirkungsvoll eingesetzt, dass sie sich über so viele Jahrhunderte als Überlieferung haben halten können? Was ist der besondere Wert dieses Übungsweges?

 

Ein schönes Beispiel, welches einen Erklärungsansatz bietet, ist das Beispiel des Fensterputzens. Dafür ist es hilfreich zu wissen, dass es in den Yogasystemen bis zu 10 Hüllen gibt, aus denen jeder Mensch besteht.

Ich möchte hier mit einem einfachen System von 5 Hüllen beginnen. Diese Hüllen, manchmal auch Schleier genannt, sind:

 

·         Physischer Körper - all das was Knochen, Muskeln, Organe ausmacht

·         Pranakörper  - die Energieleitbahnen, Nadis oder auch im chinesischen System Meridiane genannt, Atem etc.

·         Emotionskörper - all das, was man spüren kann: Wärme, Kälte, Wut, Freude

·         Geistkörper - der Bereich, in dem man Entscheidungen trifft

·         Seelenkörper - die Hülle, in der man Glückseligkeit und Einssein mit der Seele erlebt.

 

Stellen Sie sich vor, eine Kerze steht im Zentrum eines Raumes. Um diese Kerze herum gibt es 4 Kreise aus Glasscheiben. Die Kreise sind von verschiedener Größe. Jeder Glaskreis repräsentiert die Grenze zwischen zwei Körpern. Die Kerze ist der Seelenkörper. Der kleinste Glaskreis um die Kerze ist der Geistkörper, und so weiter, bis die größte Glasscheibe den äußersten Kreis und damit den physischen Körper darstellt.

 
Durch das tägliche Leben, alte Traumata und Altlasten sind die Glaskreise verschmutzt und stumpf geworden. Das Licht der Kerze ist von außen kaum mehr zu erkennen. Und auch im Inneren, zwischen den Glasscheiben, gibt es so manches Missverständnis, weil die Ebenen sich untereinander nicht mehr richtig sehen können. Auf dem Weg von Kerze zum physischen Körper nimmt das Licht vielleicht so weit ab, dass der Körper denkt, es gibt gar keine Kerze, denn es gibt ja auch kein Licht der Kerze mehr.

 

In diesem Zustand fühlen sich viele Menschen verloren, einsam und getrennt von der Welt. Sie wissen dann häufig nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, fühlen sich leer und ausgebrannt. Im wahrsten Sinne des Wortes ohne Licht.

 

Mit gut ausgewählten Yogaübungen kann man nun beginnen, jede dieser Glasscheiben wie ein guter Fensterputzer wieder sauber, klar und durchlässig werden zu lassen. Das Licht der Seele kann wieder alle Bereiche des Menschen durchströmen, die Kommunikation zwischen

den Ebenen wird erleichtert und Geist und Körper offnen sich wieder für die Impulse der Seele. Die Intuition kann besser arbeiten und man fühlt sich einfach wohl und glücklich mit dem Leben und all seinen Herausforderungen.

 

Welche Yogarichtung und Yogatechniken für welche Ebene am besten geeignet sind, erfahren Sie in meinem nächsten Artikel, oder für Neugierige auch unter www.yogaberatung.de. Schauen Sie doch mal vorbei!
 
 

Artikel aus Freenet.de

Expertenseite “Yoga“ 

Yoga und das Licht der Seele (2)

 Fensterputzen für Fortgeschrittene und Neugierige

 
Erinnern wir uns noch einmal:

In den yogischen Traditionen besteht der Mensch aus verschiedenen Körpern, auch Hüllen genannt. Ich möchte hier noch einmal  auf das einfache System von 5 Hüllen zurückkommen:

 

·         Physischer Körper - all das was Knochen, Muskeln, Organe ausmacht

·         Pranakörper  - die Energieleitbahnen, Nadis oder auch im chinesischen System Meridiane genannt, Atem etc.

·         Emotionskörper - all das, was man spüren kann: Wärme, Kälte, Wut, Freude

·         Geistkörper - der Bereich, in dem man Entscheidungen trifft

·         Seelenkörper - die Hülle, in der man Glückseligkeit und Einssein mit der Seele erlebt.

 

Stellen Sie sich vor, eine Kerze steht im Zentrum eines Raumes. Um diese Kerze herum gibt es 4 Kreise aus Glasscheiben. Die Kreise sind von verschiedener Größe. Jeder Glaskreis repräsentiert die Grenze zwischen zwei Körpern. Die Kerze ist der Seelenkörper. Der kleinste Glaskreis um die Kerze ist der Geistkörper, und so weiter, bis die größte Glasscheibe den äußersten Kreis und damit den physischen Körper darstellt.

 

Durch die Belastungen des Lebens gibt es Verunreinigungen auf den einzelnen Hüllen, das Licht der Seele kann nicht mehr nach Außen dringen. Je nach Belastung und Lebensgeschichte haben sich die Verunreinigungen auf  der einen oder anderen Hülle vermehrt abgesetzt. So kann es Hüllen geben, die durchlässiger sind als andere. Und doch sind alle Hüllen voneinander abhängig. Ist eine verschmutzt, leidet das ganze System des Menschen darunter.

 

Eine gute Yogaübung hat die Fähigkeit, verschiedene Hüllen auf einmal anzuregen oder zu reinigen. Reinigen hat sehr viel mit der Fähigkeit des Loslassens zu tun. Nehmen wir als Beispiel die ‚Stehende Zange’ aus dem Hatha Yoga. In dieser Asana stehen Sie mit gestreckten Beinen, die Füße eng zusammen und lassen den Oberkörper einfach, so weit es gerade noch angenehm möglich ist, nach vorne Richtung Boden sinken.(Bitte nur ausprobieren wenn Sie ganz gesund sind.)

 

·         Mit  der Hülle des physischen Körpers befinden Sie sich nun in einer Asana (ruhige, feste Körperstellung) und innerhalb dieser Hülle haben Sie die Möglichkeit,  die kleinen und großen  Muskeln des Körpers loszulassen, zum Beispiel Kiefer, Schläfen, Mund etc..

·         Auf der Prana-Ebene können Sie über den Atem (Prana) ebenfalls loslassen, indem Sie ganz einfach die Luft mit dem Ausatmen immer wieder loslassen, um Platz für neue, regenerierende Prana-Energie zu schaffen.

·         Auf der Spürebene werden Sie Empfindungen wahrnehmen. Die Dehnung der Muskeln, die emotionale Empfindung von ‚ich fühle mich wohl oder unwohl’ und so weiter. Diese Empfindungen können Sie ebenfalls loslassen, und mit jedem Ausatmen so neuen Platz für neue, veränderte Empfindungen schaffen.

·         Auf der Mentalebene werden Sie Gedanken, Bilder, vielleicht auch Erinnerungen wahrnehmen. Auch diese Wahrnehmungen können Sie immer wieder mit dem Ausatmen loslassen und so durchlässiger werden.

·         Auf der Seelenebene können Sie vielleicht das Einssein, ganz sein, in Harmonie mit dem Universum sein erleben. Auch hier gilt es leider loszulassen, sonst ist es ganz schnell vorbei mit dem Einssein.

 

Durch das Trainieren des Loslassens beginnen Sie die verschiedenen Ebenen oder Hüllen des Seins zu reinigen und durchlässiger werden zu lassen. So kann eine einfache Körperhaltung, kombiniert mit der richtigen geistigen, inneren Arbeit, alle yogischen Körper, alle Ebenen des Seins erreichen. Welche Yogarichtung für welche Körperhülle am wirkungsvollsten ist, erfahren Sie im nächsten Artikel, oder unter www.yogaberatung.de.
 

 
 

Artikel aus Freenet.de

Expertenseite “Yoga“ 

Yoga und das Licht der Seele (3)

 

 
Im letzten Artikel habe ich erklärt, wie mit einer Hatha Yoga Übung verschiedene Körperhüllen erreicht werden können. In diesem Artikel werde ich darauf eingehen, welche Yogarichtungen für welche Körperhülle am effektivsten sind.

Um es vorweg zu sagen: Mit den meisten traditionellen Yogawegen lassen sich alle Hüllen erreichen. Es sind eher die neuen Richtungen, die bei ihrer Suche nach Neuem Altes, Wohlbewährtes vergessen und damit manchmal auch eine der Körperhüllen übersehen.

 

Noch einmal zur Erinnerung:  In einigen Yogatraditionen besteht der Mensch aus 5 Hüllen Diese Hüllen, manchmal auch Schleier genannt, sind:

 

·         Physischer Körper - all das was Knochen, Muskeln, Organe ausmacht

·         Pranakörper  - die Energieleitbahnen, Nadis oder auch im chinesischen System Meridiane genannt, Atem etc.

·         Emotionskörper - all das, was man spüren kann: Wärme, Kälte, Wut, Freude

·         Geistkörper - der Bereich, in dem man Entscheidungen trifft

·         Seelenkörper - die Hülle, in der man Glückseligkeit und Einssein mit der Seele erlebt.

 

Die verschiedenen Yogastile und -traditionen haben häufig einen Schwerpunkt auf einer oder mehrere dieser Hüllen.

 

Reines Hatha Yoga ohne Pranayama,  wie es in manchen Schulen und häufig in Sportstudios gelehrt wird, arbeitet vornehmlich mit der physischen Körperhülle.

 

Power Yoga und Astanga Yoga, wenn sie mit dem Ujiai Pranayama unterrichtet werden, sind auf der körperlichen und der Prana Hülle aktiv.

 

Hatha Yoga Stunden, wie sie in vielen Sivanada Yoga-Schulen gelehrt werden, sind meist schon um den Aspekt des Pranayama bereichert. Hier wird auch die Pranahülle des Menschen mit angesprochen.

 

Kirtan Yoga, das Singen und Rezitieren von Mantren, hat seinen Schwerpunkt im Bereich Pranakörper und Emotionskörper und ist wunderbar geeignet, um diese Bereiche zu klären und zu stärken. Das Gleiche gilt auch für das Bhakti Yoga.

 

Nada Yoga oder Nada Brahma Therapie, bei der Pranayama, das Singen von Mantren  und geistige Vorstellungstechniken genutzt werden, beinhaltet auch die Geisthülle und ist somit um eine Hülle reicher in seiner Wirkung als das reine Kirtan Yoga.

 

Raja Yoga, das Studium der Schriften und Praktizieren von Pranayama, arbeitet zumeist auf der geistigen Hülle und sucht dort Vervollkommnung.

 

Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan ist eine interessante Kombination aus  Körperübungen, Pranayama, Meditation und Kirtan Yoga. Hier werden alle Ebenen ziemlich gleichwertig angesprochen. Allerdings arbeitet man im Kundalini Yoga mit 10 Körpern. Wenn Sie sich also mit den 5 Körpern bereits reich an Körpern wähnten, - hier gibt es doppelt so viele! Viel Stoff für neue Artikel.

Bis zum nächsten mal.

 

 

 

 



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